Sterne basteln aus Papier: 4 einfache Anleitungen mit Maßen

Sterne basteln aus Papier: weiße und braune 3D-Papiersterne mit Schere und Lineal auf einem Holztisch Sterne basteln aus Papier: weiße und braune 3D-Papiersterne mit Schere und Lineal auf einem Holztisch

Sterne aus Papier bastelst du am einfachsten aus einem quadratischen Blatt, einer Schere und etwas Kleber. Mit vier Schnitten und ein paar Faltungen wird daraus ein 3D-Stern, zwei davon Rücken an Rücken ergeben einen Stern mit acht Zacken. Noch weniger brauchst du für kleine Glückssterne: Die faltest du aus einem einzigen Papierstreifen, ganz ohne Kleber.

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In diesem Artikel findest du vier Sterne, die wirklich einfach sind und trotzdem nach etwas aussehen. Zu jedem gibt es eine Materialliste mit Maßen und eine Schritt-für-Schritt-Anleitung, die du ohne Video nachbasteln kannst. Dazu kommen die typischen Fehler, ein paar Worte zum Fröbelstern und Antworten auf die Fragen, die beim Sternebasteln am Küchentisch immer auftauchen.

Sterne basteln aus Papier: weiße und braune 3D-Papiersterne mit Schere und Lineal auf einem Holztisch

Die vier Sterne im Überblick

Stern Zeit pro Stern Schwierigkeit Gut für
3D-Stern aus zwei Papierquadraten 10 bis 15 Min. leicht Fenster, Christbaum, Geschenke
Glücksstern aus einem Papierstreifen 2 bis 3 Min. leicht, braucht Übung Gläser, Tischdeko, kleine Botschaften
Sternengirlande mit Ausstechform 45 Min. für 2 Meter sehr leicht Fenster, Kinderzimmer, Basteln mit Kindern
Stern aus Butterbrottüten 20 Min. leicht Große Fenster, Treppenhaus, Wohnzimmer

Alle vier funktionieren mit Material, das du größtenteils schon zu Hause hast. Wenn du nur einen einzigen Stern ausprobieren willst, nimm den 3D-Stern. Er verzeiht kleine Ungenauigkeiten und sieht am Ende fast immer gut aus.

Welches Papier eignet sich zum Sterne basteln?

Das Papier entscheidet mehr über das Ergebnis als jede Technik. Zu dünnes Papier knickt weich und die Zacken hängen. Zu dickes Papier bricht an der Faltkante und lässt sich nicht mehr sauber übereinanderlegen.

  • Für Faltsterne: Origami- oder Faltpapier mit 70 bis 80 g/m². Es ist dünn genug für scharfe Falze und hält die Form trotzdem. Beidseitig farbiges Papier ist bei 3D-Sternen praktisch, weil man an den Zacken auch die Rückseite sieht.
  • Für ausgeschnittene Sterne: Tonpapier um 130 g/m² oder Fotokarton. Der bleibt an der Schnur flach und wellt sich nicht.
  • Für Glückssterne: normales Druckerpapier in Streifen geschnitten oder fertige Sternstreifen. Sehr festes Papier lässt sich nicht mehr gut wickeln.
  • Für Schablonen: ein Stück Pappe von einem Versandkarton. Hält ewig.

Außerdem praktisch: ein Lineal, ein Bleistift, eine spitze Schere und ein Falzbein. Wer keins hat, nimmt den Rücken eines Löffels oder den Fingernagel. Beim Kleber reicht für die meisten Sterne ein Klebestift, für die Zacken des 3D-Sterns hält flüssiger Bastelkleber besser.

1. 3D-Stern aus zwei Papierquadraten

Das ist der Stern, den die meisten meinen, wenn sie „3D-Stern basteln“ suchen. Er besteht aus zwei gleichen Hälften mit je vier erhabenen Zacken. Klebst du sie versetzt aufeinander, entsteht ein Stern mit acht Spitzen, der von beiden Seiten gut aussieht.

3D-Stern aus Papier: weißer Stern mit acht Zacken aus zwei Papierquadraten am Fenster

Du brauchst: zwei Quadrate Papier, 15 × 15 cm (Origamipapier oder aus einem A4-Blatt zugeschnitten), Schere, Lineal, Bastelkleber, einen Faden zum Aufhängen.

So geht’s:

  1. Falte das erste Quadrat einmal diagonal, öffne es, und falte die zweite Diagonale. Wieder öffnen.
  2. Dreh das Blatt um. Falte es jetzt waagerecht in der Mitte, öffnen, dann senkrecht in der Mitte, öffnen. Auf dieser Seite zeigen die Diagonalen nun als Grat nach oben und die Mittellinien als Tal nach unten. Das ist später die Vorderseite.
  3. Schneide entlang der vier Mittellinien von der Kante Richtung Mitte. Bei 15 cm sind das jeweils 5 cm. Bis zur Mitte bleiben also 2,5 cm stehen. Nicht weiter schneiden, sonst fällt der Stern auseinander.
  4. Jede der vier Ecken besteht jetzt aus zwei dreieckigen Hälften, getrennt durch die Diagonalfalte. Gib auf eine Hälfte etwas Kleber und schieb die andere Hälfte darüber, bis sie etwa 1 bis 1,5 cm überlappen. Die Ecke stellt sich dabei auf und wird zu einer Spitze.
  5. Mach das an allen vier Ecken gleich. Wichtig ist, dass die Überlappung überall ungefähr gleich groß ist, sonst wird der Stern schief. Kurz andrücken und ein paar Minuten trocknen lassen.
  6. Wiederhole alles mit dem zweiten Quadrat.
  7. Leg die beiden Hälften mit der Rückseite aufeinander und dreh eine um 45 Grad, sodass ihre Spitzen genau zwischen den Spitzen der anderen liegen. Klebe sie an den Berührungsstellen zusammen und leg vorher eine Fadenschlaufe dazwischen.

Tipp: Je mehr du die Hälften einer Ecke überlappen lässt, desto höher und schlanker wird die Spitze. Für den Anfang sind 1 cm gut. Wenn dir der Stern zu flach vorkommt, nimm beim nächsten 1,5 cm.

Größen zum Merken: Aus 10 × 10 cm wird ein Stern für den Christbaum, aus 15 × 15 cm ein Stern fürs Fenster. Für einen großen Stern schneidest du aus einem A4-Blatt ein Quadrat von 21 × 21 cm und schneidest dann jeweils 7 cm ein.

2. Glücksstern aus einem Papierstreifen

Diese kleinen, bauchigen Sterne mit fünf Zacken kennst du vielleicht aus Gläsern auf Fensterbänken. Vor allem in Ostasien faltet man sie gern zu Hunderten und verschenkt sie im Glas. Ein Stern dauert, wenn man den Dreh einmal raus hat, keine drei Minuten. Die ersten zwei, drei gehen meistens schief. Das ist normal.

Glückssterne falten: kleine Sterne aus Papierstreifen in Weiß, Gold und Hellblau mit Glas

Du brauchst: einen Papierstreifen, etwa 1 cm breit und 24 bis 30 cm lang. Aus einem A4-Blatt schneidest du ihn an der langen Seite ab, dann ist er 29,7 cm lang. Fertige Sternstreifen gibt es auch im Set.

So geht’s:

  1. Leg mit dem Streifen eine Schlaufe, etwa 3 cm vom einen Ende entfernt, und steck das kurze Ende durch, als würdest du einen ganz normalen Knoten machen.
  2. Zieh den Knoten vorsichtig zu und drück ihn flach. Er bildet jetzt ein kleines Fünfeck. Die Kanten sollen glatt liegen, nicht verdreht.
  3. Knick das kurze Ende um und steck es in das Fünfeck. Steht es zu weit über, schneid es vorher etwas kürzer.
  4. Jetzt wickelst du das lange Ende um das Fünfeck. Es folgt dabei immer der Kante, an der es gerade herauskommt, du drehst das Fünfeck einfach mit. Nicht zu straff ziehen, sonst wird der Stern schief.
  5. Wenn nur noch 1 bis 2 cm übrig sind, steckst du das Ende unter die letzte Lage.
  6. Halte das Fünfeck zwischen Daumen und Zeigefinger und drück mit dem Fingernagel einer anderen Hand in die Mitte einer Seite. Die Seite wölbt sich nach innen, die Ecken links und rechts werden zu Zacken. Das machst du reihum an allen fünf Seiten, bei Bedarf eine zweite Runde.

Tipp: Schreib vor dem Falten etwas auf die Innenseite des Streifens. Ein Glas mit 30 Sternen und 30 kleinen Nachrichten ist ein schönes Geschenk zum Geburtstag oder für den Adventskalender. Mehr Ideen dazu findest du in unserem Artikel zum Adventskalender basteln.

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3. Sternengirlande mit Ausstechform als Schablone

Die schnellste Art, viele gleiche Sterne zu bekommen, liegt wahrscheinlich in deiner Küchenschublade: eine Ausstechform für Plätzchen. Die Sterne werden alle gleich groß, und Kinder können ab etwa vier Jahren mithelfen, auch wenn das Ausschneiden der Spitzen noch eine Weile dauert.

Sternengirlande aus Papier: rote, weiße und braune Papiersterne an einer Schnur vor dem Fenster

Du brauchst: eine Stern-Ausstechform mit 6 bis 8 cm Durchmesser, ein Stück Pappe für die Schablone, Tonpapier oder Fotokarton in zwei bis drei Farben, Bleistift, Schere, Büroklammern und entweder eine Nähmaschine oder eine dicke Nadel mit Garn bzw. Bäckergarn.

So geht’s:

  1. Zeichne die Ausstechform einmal auf Pappe nach und schneide sie aus. Diese Schablone liegt flach auf und lässt sich leichter umfahren als die Form selbst.
  2. Leg zwei oder drei Lagen Papier übereinander, zeichne die Sterne auf die oberste Lage und halte die Lagen mit Büroklammern zusammen. So schneidest du drei Sterne auf einmal aus.
  3. Mit der Nähmaschine: Geradstich einstellen, Stichlänge etwa 3 bis 4 mm. Lass am Anfang 30 cm Faden hängen, näh durch die Mitte des ersten Sterns, näh ohne Papier etwa 4 cm weiter und schieb dann den nächsten Stern unter den Fuß. Am Ende wieder 30 cm Faden stehen lassen.
  4. Ohne Nähmaschine: Stich mit der Nadel in zwei Spitzen jedes Sterns ein kleines Loch und fädle das Garn durch. Ein Knoten hinter jedem Stern verhindert, dass alle in die Mitte rutschen.

Variante in 3D: Leg drei gleiche Sterne genau übereinander und näh einmal senkrecht durch die Mitte. Danach klappst du die Lagen auseinander, sodass der Stern sechs Flügel bekommt. An der Girlande drehen sich diese Sterne leicht im Luftzug und sehen von jeder Seite gut aus.

4. Großer Stern aus Butterbrottüten

Dieser Stern sieht deutlich aufwendiger aus, als er ist. Er wird schnell 40 cm groß und kostet trotzdem nur ein paar Papiertüten. Weiße oder halbtransparente Tüten wirken am Fenster besonders schön, weil das Licht durch die Wände fällt.

Du brauchst: 7 bis 10 Butterbrottüten mit Bodenfalte in gleicher Größe, zum Beispiel 15 × 20 cm, einen Klebestift, eine Schere, einen Bleistift und eine Schnur zum Aufhängen.

So geht’s:

  1. Leg die erste Tüte so hin, dass der umgeklappte Boden oben liegt und zu dir zeigt.
  2. Trag den Kleber in Form eines umgedrehten T auf: einmal quer über den Boden und dann eine Linie in der Mitte nach oben, aber nur bis etwa zwei Drittel der Tütenhöhe. Geht der Kleber bis ganz nach oben, lässt sich der Stern später nicht auffächern.
  3. Leg die nächste Tüte genau deckungsgleich darauf und wiederhole das. So stapelst du alle Tüten. Die oberste bekommt keinen Kleber mehr.
  4. Markier am offenen Ende die Mitte der Kante. Schneide von beiden Seiten schräg auf diese Mitte zu, sodass eine Spitze wie bei einem Pfeil entsteht. Schneid durch alle Lagen auf einmal.
  5. Wer mag, schneidet jetzt noch kleine Formen in die Seitenkanten: halbe Herzen, Dreiecke oder Halbkreise. Aufgefaltet ergeben sie ganze Motive.
  6. Kleb die Aufhängeschnur auf die oberste Tüte, dann trägst du darauf noch einmal Kleber im umgedrehten T auf, fächerst den Stapel vorsichtig auf und klebst die erste und die letzte Tüte zusammen. Kurz festhalten, fertig.

Mit sieben Tüten wird der Stern etwas offener, mit zehn dichter und runder. Weitere Ideen mit dem gleichen Material sammeln wir im Artikel Papiertüten basteln.

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Und der Fröbelstern?

Der Fröbelstern ist der Klassiker unter den Papiersternen und gleichzeitig der, an dem viele beim ersten Versuch verzweifeln. Er wird aus vier langen Papierstreifen geflochten, die jeweils in der Mitte gefaltet werden. Am Ende hat er acht flache Zacken und acht dreidimensionale Spitzen. Für den Anfang eignen sich Streifen von etwa 1,5 cm Breite und 45 cm Länge, bei schmaleren und kürzeren Streifen wird das Flechten schnell fummelig.

Ehrlich gesagt lernt man den Fröbelstern am besten mit einer bebilderten Anleitung in der Hand oder von jemandem, der ihn schon kann. Viele Streifensets bringen eine Faltanleitung mit. Plan für den ersten Stern eine gute halbe Stunde ein. Ab dem dritten geht es deutlich schneller, und spätestens beim fünften fragst du dich, warum du so lange gezögert hast.

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Die häufigsten Fehler beim Sterne basteln

  • Ungenau gefaltete Grundformen. Beim 3D-Stern rächt sich jeder Millimeter. Leg die Ecken beim Falten exakt aufeinander und streich den Falz dann mit dem Falzbein nach.
  • Zu weit eingeschnitten. Beim 3D-Stern muss in der Mitte ein Drittel stehen bleiben. Markier dir die Schnittlänge vorher mit Bleistift.
  • Zu viel Klebestift. Dickes Kleben weicht dünnes Papier auf und es wellt sich. Lieber wenig Kleber und kurz andrücken.
  • Zu straff gewickelt. Glückssterne, die beim Wickeln zu fest gezogen werden, lassen sich nicht mehr aufdrücken.
  • Butterbrottüten verkehrt herum gestapelt. Wenn eine Tüte mit dem Boden nach unten liegt, klemmt der ganze Stern beim Auffächern. Vor dem Kleben einmal kurz kontrollieren.

Sterne basteln mit Kindern: was in welchem Alter klappt

Kindergartenkinder können Sterne mit der Schablone aufmalen und ausschneiden, oft bleiben die Spitzen dabei etwas rund. Das stört an der Girlande niemanden. Ab etwa sechs Jahren klappen Butterbrottüten-Sterne mit etwas Hilfe beim Schneiden durch die vielen Lagen. Für den 3D-Stern brauchen Kinder vor allem genaues Falten, das gelingt meist ab dem Grundschulalter. Glückssterne sind eher etwas für ältere Kinder und Erwachsene, weil das Aufdrücken Fingerspitzengefühl verlangt.

Weitere einfache Ideen für die Winterzeit findest du bei den Schneeflocken zum Basteln mit Kindern. Wenn du nach noch mehr Sternvarianten suchst, etwa aus Transparentpapier fürs Fenster, schau in unsere Sammlung zum Papiersterne basteln oder in die Ideen zum Sterne basteln mit anderen Materialien. Alles rund um die Adventszeit findest du in unserer Rubrik Weihnachten.

Häufige Fragen zu Sterne basteln aus Papier

Wie bastelt man einfach einen Stern aus Papier?

Am einfachsten ist der 3D-Stern: Quadrat diagonal und mittig falten, entlang der Mittellinien bis auf ein Drittel einschneiden und an jeder Ecke die zwei Hälften überlappend zusammenkleben. Zwei solcher Hälften versetzt aufeinandergeklebt ergeben einen Stern mit acht Zacken.

Welches Papier ist am besten für Sterne?

Für Faltsterne eignet sich Origami- oder Faltpapier mit 70 bis 80 g/m². Für ausgeschnittene Sterne und Girlanden nimmst du besser Tonpapier oder Fotokarton, weil die sich nicht wellen.

Wie viele Butterbrottüten braucht man für einen Stern?

Meist sieben bis zehn Tüten gleicher Größe. Mit weniger Tüten wird der Stern offener, mit mehr Tüten dichter und runder.

Wie macht man einen Stern mit acht Zacken?

Bastle zwei 3D-Sterne mit je vier Zacken aus gleich großen Quadraten. Kleb sie mit den Rückseiten aufeinander und dreh einen um 45 Grad, sodass die Spitzen abwechselnd zeigen.

Was ist ein Fröbelstern?

Ein Fröbelstern ist ein geflochtener Papierstern aus vier langen Streifen mit acht flachen Zacken und acht dreidimensionalen Spitzen. Er ist aufwendiger als die Sterne in diesem Artikel und gelingt am besten mit einer bebilderten Anleitung.

Wie bekommt man scharfe Kanten an Papiersternen?

Leg die Kanten beim Falten exakt aufeinander und zieh jeden Falz mit einem Falzbein, einem Löffelrücken oder dem Fingernagel nach. Dünnes Papier mit 70 bis 80 g/m² lässt sich deutlich schärfer falten als Tonpapier.

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