Für Salzteig brauchst du Mehl, Salz und Wasser im Verhältnis 2 : 1 : 1, also zum Beispiel zwei Tassen Mehl, eine Tasse Salz und eine Tasse Wasser. Ein Esslöffel Öl macht den Teig geschmeidiger. Danach trocknest du die Figuren entweder ein paar Tage an der Luft oder schneller im Backofen bei niedriger Temperatur.
Hier bekommst du das Grundrezept mit Grammangaben, die Trocknungszeiten nach Dicke, eine Anleitung für Weihnachtsanhänger und Handabdrücke und die Fehler, durch die Salzteig reißt oder Blasen wirft. Das passiert öfter, als man denkt, und fast immer aus demselben Grund: zu viel Hitze, zu früh.

Das Grundrezept für Salzteig
Das bewährte Grundrezept ist 2 Teile Mehl, 1 Teil Salz, 1 Teil Wasser, plus 1 Esslöffel Öl. Mit Tassen klappt das ohne Waage, und die Menge lässt sich beliebig verdoppeln oder halbieren.
Du brauchst für etwa 20 bis 25 Anhänger:
- 2 Tassen Weizenmehl (Type 405), etwa 250 g
- 1 Tasse feines Salz, etwa 250 bis 280 g
- 1 Tasse lauwarmes Wasser, etwa 200 bis 250 ml
- 1 EL Speiseöl
- optional: eine halbe Tasse Speisestärke statt einer halben Tasse Mehl, für einen helleren, glatteren Teig
Die Grammangaben sind Richtwerte, weil Tassen unterschiedlich groß sind und Mehl je nach Sorte anders Wasser aufnimmt. Halte dich ans Verhältnis und an das Gefühl im nächsten Schritt.
- Mehl und Salz in einer Schüssel gut vermischen.
- Öl dazugeben, dann das Wasser nach und nach einrühren.
- Mit den Händen etwa fünf Minuten kneten, bis der Teig glatt ist.
- Test: Der Teig darf nicht an den Fingern kleben und nicht bröseln. Klebt er, etwas Mehl dazu. Bröselt er, ein paar Tropfen Wasser.
Feines Salz ist wichtig. Grobes Meersalz löst sich nicht vollständig, und du siehst später kleine Krater auf der Oberfläche.
Salzteig-Anhänger für Weihnachten
Für Christbaumanhänger rollst du den Teig etwa 5 mm dick aus, stichst Motive aus und stichst mit einem Strohhalm ein Loch zum Aufhängen. Nach dem Trocknen bemalst du sie und fädelst Juteband ein.

- Den Teig auf einer leicht bemehlten Fläche etwa 5 mm dick ausrollen. Dünner werden die Anhänger zerbrechlich, dicker brauchen sie deutlich länger zum Trocknen.
- Mit Plätzchenausstechern Sterne, Herzen, Tannen oder Glocken ausstechen.
- Wer mag, drückt vorher Muster in den Teig: ein Stück Spitze, ein Tannenzweig oder die Rückseite einer Gabel geben schöne Strukturen.
- Mit einem Strohhalm oben ein Loch ausstechen, mindestens 1 cm vom Rand entfernt. Sonst bricht der Anhänger später genau dort.
- Die Anhänger auf ein Backblech mit Backpapier legen und trocknen, wie im nächsten Abschnitt beschrieben.
- Nach dem Trocknen bemalen, trocknen lassen, lackieren und eine Kordel durchziehen.
Salzteig trocknen: an der Luft oder im Backofen
An der Luft wird Salzteig von selbst hart, dicke Stücke brauchen aber mehrere Tage. Im Backofen geht es schneller. Als Faustregel gilt etwa eine Stunde pro 5 mm Dicke, beginnend bei 50 °C und später höchstens 100 bis 120 °C.

| Methode | Ablauf | Dauer bei 5 mm Dicke | Gut für |
|---|---|---|---|
| Luft | flach auf Backpapier, an einem warmen, trockenen Ort, täglich wenden | mehrere Tage | Kinder-Projekte ohne Zeitdruck |
| Backofen, sanft | Umluft 50 °C vortrocknen, Ofentür einen Spalt offen (Kochlöffel einklemmen), dann auf höchstens 100 °C erhöhen | etwa 1 Stunde Vortrocknen, dann rund 1 Stunde fertig trocknen | Anhänger, flache Formen |
| Kombiniert | einen Tag an der Luft, dann bei niedriger Temperatur im Ofen fertig trocknen | 1 Tag plus ca. 1 Stunde | Handabdrücke und dickere Teile |
Fertig ist der Salzteig, wenn auch die Unterseite trocken und hart ist. Klopf mit dem Fingernagel darauf: Es sollte hell und hohl klingen, nicht dumpf. Raue Kanten kannst du danach mit feinem Schleifpapier glätten.
Lass die Stücke im ausgeschalteten Ofen abkühlen. Ein plötzlicher Temperaturwechsel ist eine der häufigsten Ursachen für feine Risse.
Handabdruck aus Salzteig
Für einen Handabdruck formst du eine Scheibe von etwa 1 bis 1,5 cm Dicke, drückst die Hand gleichmäßig hinein und lässt die Scheibe zuerst an der Luft antrocknen. Erst danach kommt sie in den Ofen, sonst wölbt sie sich.
- Eine Kugel Teig zu einer runden Scheibe von etwa 15 cm Durchmesser und 1 bis 1,5 cm Dicke ausrollen. Für eine Babyhand reichen 10 bis 12 cm.
- Ein Teller oder eine Schüssel als Schablone hilft, den Rand sauber auszuschneiden.
- Die Hand flach auflegen und jeden Finger einzeln mit leichtem Druck in den Teig drücken. Bei Babys geht das am besten, wenn sie gerade entspannt oder müde sind und jemand die Hand ruhig führt.
- Mit einem Zahnstocher Namen und Jahr einritzen und oben ein Loch zum Aufhängen stechen.
- Einen Tag an der Luft liegen lassen, dabei einmal wenden. Danach bei niedriger Temperatur im Ofen fertig trocknen. Bei 1,5 cm Dicke rechnest du nach der Faustregel mit etwa drei Stunden.
Ein Handabdruck ist ein wunderbares Geschenk für Großeltern. Weitere Ideen in dieser Richtung findest du bei den Weihnachtsgeschenken zum Selbermachen.
Sechs Ideen für Salzteig an Weihnachten
Mit einem Grundrezept kommst du auf viel mehr als Sterne. Diese Ideen funktionieren mit dem Teig von oben, ohne Spezialwerkzeug.
- Anhänger mit Prägung: Ein Stück alte Spitze oder ein Tannenzweig wird mit dem Nudelholz in den Teig gedrückt, erst dann stichst du aus. Weiß lackiert sieht das aus wie Porzellan.
- Geschenkanhänger mit Namen: Kleine Rechtecke ausschneiden, Namen mit Buchstabenstempeln oder einem Zahnstocher eindrücken. So hat jedes Geschenk gleich ein kleines Extra dabei.
- Mini-Tannen zum Hinstellen: Drei Sterne in abnehmender Größe ausstechen, trocknen, in der Mitte durchbohren und auf einen Holzspieß mit Sockel stecken.
- Familienanhänger mit Jahreszahl: Pro Kind ein Herz mit Fingerabdruck und Jahr. Nach ein paar Jahren hängt eine kleine Familienchronik am Baum.
- Kranz aus Salzteig: Drei Teigstränge flechten, zu einem Ring legen und die Enden zusammendrücken. Dieser Kranz ist dicker und braucht länger zum Trocknen, am besten erst einen Tag an der Luft.
- Tischkarten: Kleine Sterne mit einem Schlitz oben, in den nach dem Trocknen ein Kärtchen gesteckt wird. Den Schlitz vor dem Trocknen mit einem Messerrücken eindrücken, er schrumpft dabei kaum.
Salzteig färben, bemalen und haltbar machen
Du kannst den Teig schon beim Kneten mit Lebensmittelfarbe einfärben oder die getrockneten Teile bemalen. Acrylfarbe deckt am besten. Ein Klarlack zum Schluss schützt vor Feuchtigkeit, und so lackiert halten die Stücke viele Jahre.
- Färben im Teig: Etwa einen Teelöffel Lebensmittelfarbe ins Wasser geben. Die Farben werden beim Trocknen etwas heller.
- Bemalen: Acrylfarben eignen sich gut. Mit Wasserfarben geht es auch, nimm aber wenig Wasser, sonst weicht der Teig an der Oberfläche wieder auf.
- Gold, Silber, Kupfer: Metallicfarben sehen bei Kerzenlicht besonders schön aus. Oft reicht schon ein goldener Rand.
- Lackieren: Erst lackieren, wenn die Farbe ganz trocken ist. Beide Seiten und den Rand lackieren, denn Feuchtigkeit zieht sonst von hinten ein.
Typische Fehler und wie du sie vermeidest
- Blasen und Beulen: Der feuchte Teig kam direkt in den heißen Ofen. Immer bei niedriger Temperatur vortrocknen und die Ofentür einen Spalt offen lassen, damit die Feuchtigkeit entweicht.
- Risse: Zu hohe Temperatur, zu schnelles Abkühlen oder ein zu trockener Teig. Lieber länger und sanfter trocknen.
- Weiche Stellen nach Tagen: Die Unterseite war noch feucht. Salzteig zieht außerdem Luftfeuchtigkeit an. Darum lackieren und nicht im Bad oder in der Küche über dem Herd aufhängen.
- Abgebrochene Aufhänger: Das Loch lag zu nah am Rand. Mindestens 1 cm Abstand lassen.
Sicherheit: Was du bei Kindern und Haustieren wissen solltest
Salzteig ist nicht essbar. Er ist für Menschen nicht giftig, wegen des hohen Salzgehalts aber ungenießbar. Kinder probieren ihn trotzdem gern, weil er ein bisschen nach Mürbeteig aussieht. Wenn ein Stück verschluckt wird, reicht meist ein Glas Wasser hinterher.
Anders bei Hunden: Für sie kann die große Salzmenge gefährlich sein. Lass Teig und Anhänger nicht in Reichweite von Hunden liegen. Sollte dein Hund doch ein Stück gefressen haben, ruf am besten gleich in der Tierarztpraxis an.
Aufbewahren: Teigreste und fertige Figuren
Teigreste halten sich luftdicht verpackt im Kühlschrank ein paar Tage. Vor dem Weiterverarbeiten kurz durchkneten. Fertige, lackierte Figuren lagerst du trocken, zum Beispiel in einer Schachtel mit Seidenpapier. So überstehen sie viele Jahre. Wie du hübsche Schachteln dafür faltest, zeigen wir bei den Schachteln aus Papier und Karton.
Weitere Ideen für den Christbaum findest du bei den Sternen zum Basteln und bei den Kaffeefilter-Engeln.
Häufige Fragen zum Salzteig-Rezept
Was ist das beste Rezept für Salzteig?
Das klassische Verhältnis 2 : 1 : 1 aus Mehl, Salz und Wasser mit einem Esslöffel Öl. Wer einen besonders hellen, glatten Teig möchte, ersetzt eine halbe Tasse Mehl durch Speisestärke.
Wie viel Mehl brauche ich für 500 g Salzteig?
Etwa 170 g Mehl, 170 g Salz und 150 bis 160 ml Wasser, plus ein Teelöffel Öl. Dass Mehl und Salz in Gramm fast gleich viel sind, obwohl du doppelt so viele Tassen Mehl nimmst, liegt daran, dass Salz viel schwerer ist. Eine Tasse Salz wiegt ungefähr so viel wie zwei Tassen Mehl.
Wie bekomme ich Salzteig hart?
Durch vollständiges Trocknen. Im Backofen rechnest du etwa eine Stunde pro 5 mm Dicke, beginnend bei 50 °C und später höchstens 100 bis 120 °C. Hart ist er erst, wenn auch die Unterseite trocken ist.
Kann man Salzteig ohne Backen trocknen?
Ja, an der Luft. Das dauert bei dünnen Anhängern einige Tage, bei dicken Figuren länger. Wichtig ist ein warmer, trockener Ort und tägliches Wenden.
Warum bekommt mein Salzteig Risse?
Meist war die Temperatur zu hoch oder der Teig zu trocken. Auch schnelles Abkühlen nach dem Backen verursacht feine Risse. Sanft trocknen und im Ofen abkühlen lassen.
Wie lange hält Salzteig?
Ungetrockneter Teig hält luftdicht verpackt ein paar Tage. Getrocknete und lackierte Figuren halten viele Jahre, solange sie trocken gelagert werden.


